Für die 1. Herrenmannschaft des Golf Club Würzburg ging es in diesem Jahr zum Trainingslager ins Gloria Golf Resort nach Belek (Türkei). Nach dem Flug von Frankfurt nach Antalya und kurzer Weiterreise vor Ort konnte das Team direkt unter optimalen Bedingungen in die entscheidende Phase der Vorbereitung auf die erste Saison in der 2. Bundesliga starten.
Von Beginn an war klar: Diese Reise dient keinem Selbstzweck, sondern ist ein zentraler Baustein in der sportlichen Entwicklung der Mannschaft. Entsprechend strukturiert und fokussiert wurde die Woche angegangen – mit dem klaren Ziel, unter realistischen Wettkampfbedingungen zu arbeiten und sich als Team weiterzuentwickeln.
Anspruchsvolle Bedingungen als Trainingsgrundlage
Im Mittelpunkt standen vier Zählspielrunden auf anspruchsvollen Plätzen mit Längen von bis zu über 6.500 Metern, gespielt konsequent von den hintersten Abschlägen. Die Bedingungen verlangten den Spielern dabei alles ab:
extrem harte und schnelle Grüns, auf denen Bälle kaum zu stoppen waren, sehr anspruchsvolle Fahnenpositionen, die teilweise gar nicht direkt angespielt werden konnten, sowie lange Par-3-Bahnen mit bis zu 180 Metern über Wasser. In Kombination mit Wind und engen Spielbahnen entstand ein Setup, das konsequentes Course Management und klare Entscheidungen erforderte.
Gleichzeitig zeigte sich der Golfgott von seiner besten Seite: Bei rund 22 Grad und durchgehendem Sonnenschein herrschten ideale äußere Bedingungen, um intensiv und konzentriert zu arbeiten.
Entwicklung sichtbar – Lernen unter Druck
Gerade zu Beginn hatten viele Spieler noch mit den schwierigen Grüns zu kämpfen, was sich unter anderem in einer erhöhten Anzahl an 3-Putts zeigte. Im Laufe der Woche stellte sich jedoch eine klare Entwicklung ein:
Die Spieler passten sich an, die Scores wurden stabiler, und insbesondere auf den Grüns wurden deutlich bessere Entscheidungen getroffen. Die beste Runde der Woche gelang Dr. Dietmar Bertelsmann mit einer 74 (+2) – ein starkes Ergebnis unter diesen Bedingungen.
Ein zusätzlicher Wettbewerb in Form einer Wochenwertung sorgte für konstanten Druck. Besonders die Spieler in Führungsposition mussten in den letzten Runden zeigen, dass sie auch unter Druck performen können – genau die Situationen, die im Ligabetrieb entscheidend sind. Am Ende setzte sich Sven Günter knapp vor Raphael Hackober, Max Hebenstreit und Tizian Busch durch.
Struktur, Disziplin und hoher Trainingsumfang
Der Tagesablauf war klar strukturiert und auf Leistung ausgelegt:
· Frühstück zwischen 7:00 und 8:00 Uhr
· Aktivierung im Gym (Mobilität & Stabilität)
· individuelles Techniktraining
· gemeinsames Mittagessen
· Warm-up
· 18-Loch Zählspielrunde
· Nachbereitung und gezielte Trainingseinheiten
· gemeinsames Abendessen
Die Spieler verbrachten im Schnitt 10–12 Stunden täglich auf der Anlage – teilweise deutlich mehr.
Ein besonderes Highlight war eine zusätzliche Einheit auf dem Carya Golf Club, bekannt aus der DP World Tour. Nach einer regulären Runde starteten einige Spieler am Abend noch eine Nachtgolf-Runde und kehrten erst gegen 0:30 Uhr nach rund 40.000 Schritten und über 35 Kilometern ins Hotel zurück – bevor es am nächsten Morgen wieder gemeinsam auf den Platz ging.
Coaching-Struktur und Erfahrung im Team
Die sportliche Betreuung erfolgte auf zwei Ebenen:
Head Coach Julien Froidefond stellte im Vorfeld ein individuell ausgearbeitetes Trainingskonzept zur Verfügung und unterstützte die Spieler während der Woche per Videoanalyse und Remote-Coaching.
Vor Ort lag die Leitung bei Team-Captain Philipp Johne, der selbst seit über 37 Jahren auf hohem Niveau Golf spielt und diese Erfahrung gezielt in die Trainingssteuerung und Betreuung der Spieler einbrachte.
Nachwuchsarbeit zahlt sich aus
Besonders positiv hervorzuheben ist die Integration der Nachwuchsspieler. Mit Maximilian Miller nahm ein frisch gebackener 18-Jähriger am Trainingslager teil, der parallel noch für die Jugendmannschaft aktiv ist.
Maxi konnte nicht nur sportlich mithalten und die erfahreneren Spieler fordern, sondern fügte sich auch menschlich nahtlos ins Team ein. Dieser Schritt ist ein starkes Signal für die Qualität der Jugendarbeit im Golf Club Würzburg und zeigt, dass hier die Basis für eine langfristige sportliche Entwicklung gelegt wird.
Teamspirit als wichtiger Faktor
Neben der intensiven sportlichen Arbeit kam auch der Teamgedanke nicht zu kurz. Gemeinsame Abende – unter anderem beim Verfolgen des Masters in Augusta – sowie Austausch und gemeinsame Aktivitäten stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.
Fazit und Ausblick
Das Trainingslager war aus Sicht des Captains ein voller Erfolg. Die Mannschaft hat unter anspruchsvollsten Bedingungen gearbeitet, sich in vielen Bereichen verbessert und wichtige Erfahrungen im Umgang mit Drucksituationen gesammelt.
Ein großer Dank gilt dem Golf Club Würzburg, seinen Partnern und Sponsoren – insbesondere Powerspine, Krick.com und Mercedes-Benz Emil Frey Mainfranken – ohne deren Unterstützung eine solche Maßnahme nicht möglich wäre. Ebenso hervorzuheben ist die Unterstützung der 2. Herrenmannschaft um Kapitän Jakob Schädler bei der Organisation der An- und Abreise.
Mit Blick auf den Saisonstart in rund vier Wochen wird nun weiter konsequent gearbeitet – mit dem klaren Ziel, sich in der 2. Bundesliga sportlich zu behaupten und als Team zu wachsen.




















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