Die LETAS ist die zweite Europäische Liga der Damen und heißt ausgeschrieben Ladies European Tour Access Series, für die es unterschiedliche Kategorien gibt. Theresa hat eine Spiel­berechtigung erworben, die ihr den Zugang zu den meisten Turnieren ermöglichen sollte.

Das nunmehr vierte Turnier, an dem sie teilgenommen hat, war die Ladies German Challenge powered by VcG und fand im Golf-Club Bergisch Land in der Nähe von Wuppertal statt. Aufgrund der Hitze und wenig Wind, waren es eher schwierigen äußeren Bedingungen. Es gingen 132 internationale Spielerinnen an den Start. Der Cut war bei 45 und Schlaggleichen angesetzt, wobei für die Cut Line die Amateure herausgerechnet wurden.

Der Platz ist sehr hügelig. Im Gegensatz zu Tschechien sind die Wege zwischen den Bahnen nicht so lange und anstrengend. Die Grüns präsentierten sich in sehr gutem Zustand, waren jedoch relativ langsam und eher klein. Die geringere Geschwindigkeit muss jedoch nicht als Nachteil gesehen werden. Es gibt ein paar spannende Tee Shots, wo der Blick zuerst nach oben gerichtet werden muss, da hereinhängende Äst den Weg behindern. Obwohl der Platz nicht übermäßig lang ist, spielt er sich herausfordernd mit vielen langen Eisen ins Grün, denn es gibt einige Doglegs, die man nicht abkürzen kann. Man muss den Knick treffen und hat dann noch eine ungewöhnlich lange Distanz zu spielen.

Leider konnte Theresa nicht an das gute Ergebnis von Tschechien anknüpfen. Die erste Runde verlief mit 16 PARs eigentlich recht solide. Leider konnte sie kein Birdie spielen und es gesellten sich ein Bogey und ein Doppel Bogey dazu, so dass sie die Runde mit +3 beendete. Dabei hat sie ungewöhnlich viele Grüns in Regulation verpasst und die PARs meist mit einem Up and Down (ein Chip und ein Putt) gerettet. Birdie-Chancen bleiben dann natürlich aus. Das Feld hat an dem Tag allerdings ziemlich gut gespielt, folglich hat es nur zum geteilten 62ten Platz gereicht.

Die zweite Runde verlief nicht besser. Theresa begann auf der 10 und kassierte bereits an der 11 ein Doppel Bogey. Das konnte sie mit 2 Birdies an 12 und 13 noch ausgleichen, aber dann war irgendwie die Konzentration aufgebraucht. Ab der 16 verfehlte sie die Hälfte der Grüns und verpasste zudem sehr viele Fairways. Die Runde schloss sie mit einer 77 (5 über PAR) ab und verpasste den Cut, der bei +4 lag, mit insgesamt 8 über PAR recht deutlich. Theresa hat das Turnier auf dem geteilten 85ten Platz beendet.

Wer ein bisschen in den Ergebnissen und Scorecards stöbern möchte, kann den Link zur Website der Tour nutzen.

Theresa: „Irgendwie war es einfach nicht meine Woche. Innerhalb sehr kurzer Zeit waren das zwei äußerst anstrengende Plätze. Die extremen Anstiege von Tschechien gab es zwar nicht, die wurden durch die Hitze von 35 Grad und kaum Wind allerdings locker kompensiert. Wie wohl auf den meisten Golfplätze war es hier auch sehr trocken und hart. Das hatte leider ein paar unglückliche Bounces zur Folge. Die waren der wesentliche Grund für die vielen verfehlten Fairways. Viele meiner Putts waren zwar ziemlich knapp, aber gefallen ist kaum etwas. Auch wenn es sich bei dem Ergebnis komisch anhört, aber alles in allem war ich mit meinem Spiel nicht unzufrieden und nehme ein positives Gefühl mit nach Schweden.“

Theresa nahm zum ersten Mal an einem Pro-Am teil. Im Vorfeld eines jeden Turniers wird ein Pro-Am gespielt. Die Tour teilt die Spielerinnen ein, die daran teilnehmen. Dieses Mal war es ein Girls Pro-Am mit Jugendlichen hauptsächlich aus der Region. Es ging am Mittwoch um 17:00 Uhr los und endete mit einer Pizza Party. Da kamen Jugendliche mit teilweise 3-4 Stunden Anreise für ein 9 Loch Event zusammen. Sicherlich eine tolle Erfahrung für den Nachwuchs. Sie hatte zwei 15-jährige und eine 8-jährige im Team. Theresa hat für sich gespielt und die Mädels ein Scramble. Es gab eine Teamwertung und ihre Truppe hat gewonnen. War insgesamt eine ganz tolle Stimmung und es hat ihr viel Spaß gemacht.

Jetzt geht es direkt nach Schweden. Vom 24. bis 26. Juni 2026 werden im Elisefarm Golf Club die PGA Sweden Championship ausgetragen. Die Woche danach geht es nach Upsala. Dort finden die Swedish Strokeplay im Golf Uppsala Soderby statt. Der gesamte Kalender ist HIER abrufbar.

Am Ende der Saison erhalten die Top sieben Spielerinnen der LETAS Order of Merit die volle Spielberechtigung für die LET 2027, während Spielerinnen, die zwischen T8 und T32 landen, sich direkt für die Endrunde der LET Q-School qualifizieren.

Theresa wird versuchen, so viele Turniere wie möglich zu spielen. Sobald jeweils bestätigt ist, für welches der Turniere sie einen Startplatz zugesichert bekommen hat, werden wir zeitnah berichten. Folgt ihr auf Instagram unter „thedebo.golf“ oder auf Facebook unter „Theresa de Bochdanovits“ und bleibt am Ball.

Wir möchten uns bei den Sponsoren (Radiologie vor Ort, Fliesenwelt Eisingen/Karlstadt, Rainer Kessler, Knuth Sperber) herzlich bedanken. Mit WORST Architekten GmbH in Fürth begrüßen wir einen neuen Sponsor, den wir bei nächster Gelegenheit etwas genauer vorstellen werden.