Die LETAS ist die 2. Europäische Liga der Damen und heißt ausgeschrieben Ladies European Tour Access Series, für die es unterschiedliche Kategorien gibt. Theresa hat eine Spiel­berechtigung erworben, die ihr den Zugang zu den meisten Turnieren ermöglichen sollte.

Vom 12. bis 14. August 2026 fanden die Ladies Slovak Golf Open im TALE Ski Golf & Hotel Resort statt. Der Name an sich ist schon eindrucksvoll: Da steht Ski mit dabei. Die Beschreibung des Resorts auf der Webseite ließ einiges erahnen und es gab noch ein bisschen was oben drauf.

Eine sehr hügelige Anlage, aber ohne brutale Anstiege. Im offiziellen Birdiebook sind Steigungen und Gefälle von teilweise mehr als 20 Meter angegeben. Bei einigen Bahnen musste man den Abschlag gut platzieren, um erfolgsversprechend weiterspielen zu können. Für die Jahreszeit ein sehr guter Allgemeinzustand. Die größte Herausforderung waren die Grüns. Ein Greenkeeper sagte, sie können die Grüns nicht viel schneller als 8,5 auf dem Stimpmeter machen, weil es sonst jede Menge 4-Putts gäbe. Sie waren also relativ langsam, aber mächtig herausfordernd mit einschüchternden Breaks, jeder Menge Slopes und fast kein Halten, wenn man über eine Welle puttete. Da konnte schnell ein 15 Meter Rück-Putt anstehen. Das Wetter präsentierte sich über die drei Tage sehr warm mit der Tendenz zu heiß und kaum Wind.

Die erste Runde spiegelte den Eindruck exakt wider. Die Grüns zeigten Zähne, denn am ersten Tag blieben aus den Top 20 tatsächlich nur zwei Spielerinnen unter 30 Putts. Theresa traf 14 von 18 Grüns und benötigte 35 Putts. Die Runde an sich war sehr solide. Bei vier Bogeys und einem Birdie stand eine 3 über PAR zubuche, was den geteilten 9. Platz bedeutete.

Der zweite Tag hielt eine dicke Überraschung parat: Bären!

Die LETAS verschickte die nebenstehende Nachricht an die Spielerinnen und postete
auf Instagram: Das Spiel wurde um 10:00 Uhr wegen der Sichtung von Bären auf der Anlage unterbrochen. Das zuständige Team wurde losgeschickt und die Spielerinnen zurück ins Clubhaus geholt.

Tatsächlich ging es dann um 11:15 Uhr weiter.

Die Bären waren nicht nur irgendein fernes Rascheln weit weg in den Bergen, sondern Spielerinnen haben sie auf dem Gelände gesehen. Es wurde berichtet, dass sie schreiend davongelaufen seien.

Theresa hatte eine Startzeit am Nachmittag und war von der Verschiebung natürlich ebenfalls betroffen. Die Nachricht hat sie jedoch so zeitig erreicht, dass ihre Vorbereitung nicht gelitten hat. Die Runde selbst verlief ähnlich wie am Vortag.

Leider gesellte sich ein weiteres Bogey dazu, so dass sie eine +4 spielte. Die daraus resultierende 7 über PAR reichte locker für den Cut, der bei unglaublichen +14 lag. Sie beendete die zweite Runde auf dem geteilten 13. Platz.

Die dritte Runde verlief sehr erfreulich. Zwar spielte sie fünf Bogeys aber auch drei Birdies. So kam sie insgesamt auf +2 für die Runde und einem Gesamtergebnis von +9 für das Turnier. Das reichte für den alleinigen 10. Platz. Sehr erfreulich ist der Umstand, dass sie auf den drei Runden kein einziges Doppel-Bogey spielte.

Ungewöhnlich ist auch, dass selbst die Siegerin über PAR spielte. Das zeigt nochmals recht deutlich, wie schwierig der Platz zu spielen war.

In der Order of Merit (die Tabelle der Tour) ist Theresa mit dieser Platzierung aktuell auf den 31. Platz geklettert. Eine tolle Platzierung für das erste Halbjahr auf der Tour. Die Statistik Rookie of the Year (Neulinge der Saison) führt sie derzeit auf dem 10. Platz.

Wer ein bisschen in den Ergebnissen und Scorecards stöbern möchte, kann den Link zur Website der Tour zum Event nutzen.

Theresa: „Selbstverständlich ist man bei 30+ Putts immer unzufrieden, aber diese Grüns muss man wirklich selbst gesehen und gespielt haben. Man muss natürlich auch berücksichtigen, dass mit der Anzahl der getroffenen Grüns, die Anzahl der Putts automatisch steigt. Gerade, wenn die Grüns so kompliziert sind, wie diese Woche. Diese besonderen Umstände stimmen mich etwas milde und helfen mir mein Selbstvertrauen auf den Grüns nicht in Frage zu stellen. Auch wenn letzte Woche der 11. Platz keine Top 10 Platzierung war, bin ich doch mächtig stolz darauf, in zwei aufeinanderfolgenden Wochen ein so tolles Ergebnis gespielt zu haben. Gerade auch, weil die Bedingungen komplett unterschiedlich waren. Das gibt mir ein gutes Gefühl, mich recht schnell auf wechselnde Platz- und Witterungsverhältnisse einstellen zu können. Das wird mir ganz sicher bei den nächsten Turnieren helfen. Jetzt freue ich mich auf drei Wochen Pause, in denen ich ein bisschen Ausspannen und weiter an meinem Schwung arbeiten kann.“

Die LETAS macht jetzt drei Wochen Pause. Es geht dann am 10. September in Frankreich weiter. Die verbleibenden Turniere in 2026 sind dann 2x Frankreich, 3x Spanien und je 1x Schweiz und Portugal. Aufgrund ihres Ranglistenplatzes hat Theresa überall einen Startplatz praktisch sicher.

Folgt ihr auf Instagram unter „thedebo.golf“ oder auf Facebook unter „Theresa de Bochdanovits“ und bleibt am Ball.

Wir möchten uns bei den Sponsoren ganz herzlich bedanken und heute einen herausgreifen, der ein ganz tolles Angebot für die Mitglieder des Golf Club Würzburg parat hält:

Ich habe die bisherige Saison intensiv verfolgt und bin begeistert. Es freut mich sehr, dass meine Unterstützung mithilft, dass eine Unterfränkin auf der LETAS so unglaubliche Ergebnisse erzielen kann.
Auch für die Mitglieder des GC Würzburg stehe ich mit meiner Radiologie bereit. Ich kümmere mich gerne um eine bevorzugte Terminvereinbarung und eine persönliche Betreuung bis zur Besprechung des Befundes. Sprechen Sie mich an oder schreiben Sie mir, bei Bedarf: dr.butter@radiologie-wuerzburg.de

Dr. Felix Butter