Rafael und Matilda Schwarz haben es erneut geschafft und sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Turniersystem des Jahres umfasst insgesamt drei Qualifikationsturniere über addiert sieben Runden. Um das Ticket für das Finale zu lösen, müssen sich die Spieler einen Platz unter den Top 50 in ihrer jeweiligen Altersklasse in Deutschland erkämpfen.
Herausfordernde Bedingungen für Rafael (AK 18) in Gütersloh
Für Rafael schlug die Stunde im Westfälischen Golfclub Gütersloh. Nach zwei Proberunden startete das Turnier am Freitag unter extremen Bedingungen: Heftige Sturmböen und Starkregen machten den Spielern vor allem auf den zweiten neun Löchern das Leben schwer. Das klare Ziel war der Einzug in den finalen Sonntag, wofür eine Platzierung unter den besten 27 Golfern nötig war. Der Cut hierfür lag nach zwei Runden bei +7. Eine zusätzliche Erschwerung: Bei der Deutschen Meisterschaft sind keine Entfernungsmesser erlaubt. Die Spieler müssen ihre Schlagdistanzen selbst berechnen – bei ständig drehenden Winden eine mentale und strategische Meisterleistung.
Der Wind machte Rafael stark zu schaffen, so dass die Grüntreffer selten blieben. Am Ende von Tag 1 stand eine enttäuschende +11 auf der Scorekarte, womit der Cut bereits in weite Ferne gerückt war.
Doch am Abend nach der bitteren Runde folgte der entscheidende Wendepunkt – ein ehrlicher Familiendialog, der die Blockade im Kopf löste. Diese neue mentale Ausrichtung, das veränderte Auftreten zeigte am zweiten Tag sofort Wirkung und Rafael brachte eine +1 und somit den Tagesplatz 17 aufs Tableau – ein Beweis für die enorme Leistungsdichte des Feldes und Rafaels Potenzial.
In der Gesamtwertung nach zwei Runden belegte Rafael schließlich den 42. Platz. Auch wenn es für den Cut nicht reichte, war dieser psychologische Befreiungsschlag ein riesiger und unbezahlbarer Gewinn für die Zukunft.
Rafaels Fazit: „Jetzt habe ich nach vier Deutschen Meisterschaften endlich verstanden, dass ich mir jedes Mal viel zu viel Angst gemacht habe und ohne Selbstvertrauen gespielt habe. Am zweiten Tag habe ich meinen Schlägen und meinen Längen vertraut – und es hat geklappt, wenn auch leider zu spät.“
Einzug in die Finalrunde für Matilda (AK 14) in der Holledau
Währenddessen stand für Matilda das Turnier im Golf- und Landclub Holledau an. Am ersten Tag erspielte sie sich eine solide +11 und landete auf Rang 21. Somit hatte sie eine gute Ausgangslage, um von den 51 Spielerinnen den Cut der besten 27 zu schaffen.
Am zweiten Tag startete sie mit 6 Bogeys auf den ersten Neun, die sie direkt aus dem Cut warfen. Nach dieser Info an der Halfway startete sie eine fulminante Aufholjagd, bei der sie sich von Platz 33 so gut hochspielte, dass sie sogar an den Top Ten schnupperte. Jedoch forderte der sehr anspruchsvolle Platz seinen Tribut – die Konzentration reichte nicht ganz bis zum Schluss, aber es reichte mit einer +8 für Platz 19 und somit den Einzug in die finale Runde.
Am Finalsonntag kämpfte sie sich tapfer über den Platz, doch das Glück auf den sehr schnellen Grüns war nicht auf ihrer Seite, es fielen an diesem Sonntag einfach zu wenige Putts. Auf den letzten vier Löchern verließen sie Kraft und Konzentration, sie kassierte noch fünf Schläge und fiel dadurch in dem sehr dichten Feld auf den 23. Platz zurück. Dennoch ist ihre Endplatzierung unter den Top 25 in Deutschland ein großartiger Erfolg, auf den sie stolz sein kann.
Matildas Fazit: „Es war schön, es dieses Mal in den Cut für den letzten Spieltag zu schaffen und unter den Besten meines Alters mitzuspielen. Ich habe mitgehalten, trotz der Tatsache, dass ich im Gegensatz zu meinen Gegnerinnen keine fünf Tage die Woche trainiere. Meine Freundin spielt sieben Tage die Woche Golf und gewann die Deutsche Meisterschaft. Ich hoffe, dass ich eines Tages auch solch einen Ehrgeiz entwickle und meine Zeit kommen wird.“
Ein herzlicher Dank von Familie Schwarz geht an das Präsidium des Golf Club Würzburg für die Unterstützung!










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