Jugend, Leistungssport und gemeinsame Turniere: Die beiden unterfränkischen Clubs verzahnen ihre Arbeit – mit gemeinsamen Trainings und Camps, gegenseitigem Spielrecht, geteilten Startkontingenten und einer Perspektive bis nach St. Andrews.

Der Golf Club Würzburg und der Golf-Club Maria Bildhausen machen gemeinsame Sache: Bei einem Kooperationsmeeting beider Vorstände am 28. August 2026 haben die Clubs ein umfassendes Kooperationsmodell für die kommenden Jahre beschlossen. Aus einer bereits gelebten guten Nachbarschaft wird damit ein verbindlicher, langfristig angelegter Rahmen – getragen von drei Säulen: Jugend, Leistungssport sowie gemeinsame Turniere und Events.

Der Leitgedanke ist so einfach wie wirkungsvoll: Bestehende Aktivitäten werden nicht länger nebeneinander, sondern miteinander weiterentwickelt. Trainer, Anlagen, Startplätze und Netzwerke stehen künftig verstärkt beiden Clubs offen, die Maßnahmen greifen bewusst ineinander, statt Einzelaktionen zu bleiben. „Wir entwickeln unsere Kooperation zu einem lebendigen Gesamtmodell“ – so die gemeinsame Vision beider Vorstände –, „dass beide Clubs langfristig verbindet und gemeinsam wachsen lässt. Entscheidend für uns gemeinsam ist dabei, dass diese Zusammenarbeit von Inhalten geprägt ist, von denen viele Bereiche unserer Clubs profitieren.“ Und zusätzlich genießen die Mitglieder der beiden Golfclubs ganzjährig gegenseitige Greenfee Vorteile.

Jugend: gemeinsam trainieren, gemeinsam groß werden

Kern der ersten Säule ist die Verzahnung der Nachwuchsarbeit. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Trainings im Indoor- und Public-Bereich, Oster- und Sommercamps mit Übernachtung sowie der Aufbau einer gemeinsamen Golf Summer School. Den Auftakt macht am 7. November 2026 ein gemeinsames Jugendtraining in Maria Bildhausen; im April 2027 folgt ein Oster-Indoorcamp mit Camping, im August 2027 ein Sommer Kids-Camp in Würzburg.

Besonders sichtbar wird die Partnerschaft international: Von den zehn Startplätzen, über die der Golf Club Würzburg bei einer großen Jugendmeisterschaft in St. Andrews verfügt, gehen künftig fünf an Maria Bildhausen. Für 2028 ist zudem eine gemeinsame Golf Summer School in St. Andrews vorgesehen – für junge Spielerinnen und Spieler beider Clubs eine Erfahrung, die ein einzelner Club in dieser Form kaum leisten könnte.

Leistungssport: volles gegenseitiges Spielrecht und intensive Zusammenarbeit

Im Leistungssport rücken beide Clubs noch enger zusammen. Vereinbart wurden Herren Testwettkämpfe im Wechsel – die ersten bereits am 6. September 2026 in Maria Bildhausen und Anfang Oktober 2026 in Würzburg – sowie ab November 2026 ein gemeinsames Damentraining inklusive Übernachtungsmöglichkeit.

Außerdem ein volles gegenseitiges Spielrecht für jeweils 15 Damen und 15 Herren aus dem Leistungssportbereich im Partnerclub.

Damit erhalten die Kaderspielerinnen und -spieler zwei unterschiedliche Plätze, zwei Trainingsumfelder und deutlich mehr Wettkampfpraxis – ein Gewinn, der sich unmittelbar auf dem Platz auszahlt.

Turniere & Events: sportlicher Austausch trifft geselliges Miteinander

Die dritte Säule verbindet Sport mit Vereinsleben. Bereits am 5. September 2026 gingen einige Startplätze des nach wenigen Stunden ausgebuchten Golf Club Würzburg Club BBQ Cup an Maria Bildhausen. 2027 folgen zwei neue Formate: „Teams meet Friends“ am 28. April in Würzburg – perspektivisch unter Einbindung weiterer Clubs – sowie am 25. September ein clubverbindender „Ryder Cup“ in Maria Bildhausen. Formate also, bei denen sich Mitglieder beider Clubs nicht nur sportlich messen, sondern vor allem kennenlernen.

Stimmen der Präsidenten

„Diese Kooperation ist für uns weit mehr als eine Vereinbarung auf dem Papier“, sagt Bernhard May, Präsident des Golf Club Würzburg. „Sie ist Ausdruck einer Haltung: Golf lebt vom Miteinander, nicht vom Gegeneinander. Mit Maria Bildhausen haben wir einen Partner, der dieselben Werte teilt – hohe sportliche Ambition, große Verlässlichkeit und ein echtes Herz für den Nachwuchs. Wenn wir unsere Startkontingente in St. Andrews teilen, dann ist das ein ganz bewusstes Signal: Wir wollen jungen Talenten Wege öffnen, unabhängig davon, welches Clubwappen sie auf dem Bagtag tragen.“

„Was hier entsteht, ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe“, betont Christoph Becker, Präsident des Golf-Club Maria Bildhausen. „Beide Clubs bringen ihre Stärken ein und beide profitieren – unsere Jugendlichen von zusätzlichen Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten, unsere Mannschaften von neuen sportlichen Impulsen, unsere Mitglieder von attraktiven gemeinsamen Turnieren. Dass wir uns gegenseitig volles Spielrecht einräumen, zeigt das Vertrauen, das zwischen unseren Clubs gewachsen ist. Ich freue mich sehr auf die kommenden Jahre.“

Fahrplan mit klaren Verantwortlichkeiten

Das Kooperationsmodell ist kein Absichtspapier, sondern ein terminierter Fahrplan: Für jede Maßnahme sind Zeitraum, Säule und verantwortliche Ansprechpartner beider Clubs festgelegt. Auf Würzburger Seite verantworten Bernhard May, Marcus Traut, Joachim Ruppert, Jannik Heise und Jim Stock die Umsetzung, für Maria Bildhausen Christoph Becker, Sonja Straub und Freddy Fenn. Fortschritt und neue Ideen werden in regelmäßigen Kooperationsmeetings beider Vorstände nachgehalten, das Modell bei Bedarf erweitert.

Das gemeinsame Ziel: die Verbindung zwischen Würzburg und Maria Bildhausen dauerhaft im Vereinsleben beider Clubs zu verankern.