
Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit möchten wir über eine wichtige Maßnahme informieren, die wir auf unserem Golfplatz ergreifen: die Nutzung von Wintergrüns. Diese Entscheidung treffen wir nicht leichtfertig, sondern zum Wohl des gesamten Golfplatzes – insbesondere, um die Qualität und Bespielbarkeit unserer regulären Grüns für die kommende Golfsaison zu sichern. Hier sind die wesentlichen Gründe, warum wir im Winter auf Wintergrüns umstellen:
1. Schutz der Hauptgrüns vor Frostschäden
Unsere regulären Grüns bestehen aus sehr empfindlichen Rasensorten, die bei Frost besonders anfällig für Schäden sind. Wenn die Temperaturen sinken und Frost entsteht, können die Grashalme brechen und das darunterliegende Wurzelsystem wird geschädigt. Dies beeinträchtigt das Wachstum im Frühjahr erheblich.Wintergrüns ermöglichen es uns, diese Probleme zu umgehen, die Struktur unserer Hauptgrüns zu bewahren.
2. Vermeidung von Bodenverdichtung und Sauerstoffmangel
Gefrorene oder aufgeweichte Böden sind besonders anfällig für Verdichtung. Der Druck, der durch Fußtritte und Trolleys entsteht, drückt die Erde zusammen, was schwerwiegende Folgen für die Graswurzeln hat. Verdichteter Boden behindert die Bodenatmung und den Luftaustausch, wodurch der Wurzeln der Zugang zu Sauerstoff fehlt – ein lebenswichtiger Faktor für gesundes Graswachstum. Auch bei Gräsern gilt der Grundsatz: Ohne Luft kein Leben. Wintergrüns helfen uns, diese Verdichtung zu vermeiden und die Sauerstoffversorgung des Bodens aufrechtzuerhalten, was die Gesundheit und Vitalität der Grüns fördern.
3. Erholung der Grüns und Vermeidung von Lückenbildung
Im Winter wachsen die Gräser auf den regulären Grüns kaum, was bedeutet, dass Pitchmarken oder andere Schäden nicht, wie in den wärmeren Monaten, schnell geschlossen werden können. Diese offenen Stellen bleiben über längere Zeit bestehen und dienen als Eintrittspforten für Rasenkrankheiten. Einmal entstanden, dauert es oft bis in die Sommermonate, bis diese Schäden vollständig herausgewachsen sind. Durch die Nutzung von Wintergrüns vermeiden wir die Entstehung solcher Lücken und reduzieren das Risiko von Krankheitsbefall erheblich.
4. Reduzierung des Krankheitsrisikos
Kalte und feuchte Bedingungen im Winter begünstigen die Entstehung von Rasenkrankheiten wie Schneeschimmel. Wenn wir die Grüns in dieser Phase weiter bespielen, erhöht sich das Risiko, dass solche Krankheiten entstehen um ein Vielfaches. Pilzsporen haften sich an Golfschuhen und Trolleys an und werden somit auf alle anderen Flächen weiterverbreitet. Die dadurch entstehenden Schäden wären nicht mehr akzeptabel.
5. Längere Lebensdauer unserer Grüns
Durch den Einsatz von Wintergrüns tragen wir dazu bei, die Lebensdauer der regulären Grüns deutlich zu verlängern. Weniger Belastung in den Wintermonaten bedeutet weniger Reparaturen, weniger Verschleiß, weniger Nachsäen und weniger invasive Maßnahmen, was langfristig die Spielqualität auf unserem Platz verbessert.
Wir wissen, dass die Nutzung der Wintergrüns eine Umstellung bedeutet, aber sie ist unerlässlich. Dass auf anderen Golfplätzen weiterhin auf den regulären Grüns gespielt wird, ist uns bewusst. Jeder Golfplatz hat dennoch seine eigenen Besonderheiten, sei es durch Lage, Beschattung, Bodenbeschaffenheit, Alter der Anlage oder Spielbetrieb.
Unsere Entscheidungen richten sich nach den spezifischen Anforderungen unseres Golfplatzes und dienen dem langfristigen Erhalt der Spielqualität.
Euer Verständnis und Eure Unterstützung tragen maßgeblich dazu bei, dass wir im kommenden Jahr wieder erstklassige Bedingungen bieten können – vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen,
Euer Greenkeeper-Team


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