Der Preis des Bayerischen Golfverbandes zählt zu den traditionsreichsten Terminen im bayerischen Golfkalender. Er ist weit mehr als ein Turnier: Präsidentinnen und Präsidenten, Vizepräsidenten, Geschäftsführerinnen und Clubmanager bayerischer und nationaler Golfanlagen treffen sich hier einmal im Jahr zum sportlichen Wettbewerb und – mindestens ebenso wichtig – zum persönlichen Austausch. In diesem Jahr war der Golf-Club Feldafing e. V. Gastgeber.
Der Austragungsort hätte kaum besser gewählt sein können. Die 1926 gegründete Anlage liegt eingebettet in den historischen Lenné-Park direkt am Westufer des Starnberger Sees, mit Blick auf den See und die dahinterliegende Alpenkette. Enge Fairways, Jahrhunderte alter Baumbestand und ein über viele Jahrzehnte gewachsener Platzcharakter machen Feldafing zu einer der schönsten und zugleich anspruchsvollsten Adressen des deutschen Golfsports. Für die Gäste aus ganz Bayern war der Tag damit auch ein Erlebnis abseits der Scorecard.
Scramble: Bruttosieg mit drei Schlägen unter Par
Gespielt wurde im Scramble-Format – ein Modus, der das Miteinander in den Vordergrund stellt und dennoch scharfe Ergebnisse zulässt. In der Bruttowertung setzten sich Bernhard May, Präsident des Golf Club Würzburg und Vizepräsident des Deutschen Golf Verbandes, und Kariem Baraka, Präsident der PGA of Germany, mit drei Schlägen unter Par durch.
Ein Scramble lebt davon, dass beide Partner ihre Stärken einbringen und sich Fehler gegenseitig abnehmen. Genau das gelang auf dem engen, von Bäumen gerahmten Feldafinger Layout, das nicht Länge, sondern Präzision belohnt. Entschieden wurde die Runde mit teilweise spektakulären Schlägen als über konsequente Fehlervermeidung und ein sicheres kurzes Spiel.
Für das Duo war es bereits der zweite gemeinsame Bruttosieg innerhalb weniger Wochen: Ende Juli hatten May und Baraka den Chapman-Vierer der Emil Frey Mainfranken Golftrophy im Golf Club Würzburg mit 41 Bruttopunkten für sich entschieden. Aus einer Ehrengast Paarung ist damit eine kleine Erfolgsgeschichte geworden.
„Der Preis des Bayerischen Golfverbandes ist für mich jedes Jahr ein besonderer Termin. Man trifft die Menschen, die unseren Sport in Bayern und darüber hinaus tragen. Dass es mit Kariem Baraka erneut zu einem Bruttosieg gereicht hat, freut mich sehr. Der eigentliche Gewinn dieses Tages sind aber die Gespräche sowohl auf der Golfrunde als auch am Abend vor und nach dem Turnier“, sagt Bernhard May.
Ein Format, das Verbandsarbeit möglich macht
Was den Preis des BGV seit Jahrzehnten auszeichnet, ist die Verbindung von Sport und Verbandsleben. Themen, die in Sitzungen manchmal Stunden benötigen, lassen sich zwischen Abschlag und Grün unter Umständen in wenigen Minuten klären. Für den Golf Club Würzburg, der den Preis des BGV vor drei Jahren austragen durfte – wie für den Deutschen Golf Verband – sind solche Formate ein wichtiger Baustein der Netzwerkarbeit: Sie schaffen Nähe zwischen Clubs, Landesverbänden, der PGA und den Partnern des Golfsports.
Der Dank des Teilnehmerfeldes galt dem Golf-Club Feldafing für die Gastfreundschaft, dem Greenkeeping Team für den hervorragend präsentierten Platz sowie dem Bayerischen Golfverband für die Organisation dieses Traditionsturniers.







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