Das erste Turnier für den 11-jährigen Würzburger Vinzent Berglehner über 36 Loch, Zählspiel im GC Neumarkt, von den hinteren Abschlägen. Eine Aufgabe! Bisher hatte Vinzent alle Turniere von „Grün“ gespielt. 4.800 Meter, die es am Wochenende zu bespielen galt, Hitze, Zählspiel, zwei Runden – Nerven behalten.
Schon die Einspielrunde am Freitag wurde zur Hitzeschlacht bei 36 Grad, viel trinken, Schatten suchen war angesagt. Von den knapp 50 Jungs in der AK 12 gingen nur zwei Jungs aus Unterfranken an den Start, das Teilnehmerfeld wurde dominiert von den Münchner Golfclubs, die mit ihren Trainern und Betreuern angereist waren.
Samstag Tee Time 9:20 Uhr: Die Schlägerwahl für die Abschläge stand vom Vortag fest, die Breaks auf den Grüns waren im Birdiebook eingezeichnet. Am Ende hat Vinzent 85 Schläge gebraucht – und sich damit vom 23. Startplatz auf den 18. Rangplatz vorgearbeitet. Sechs Flaschen Wasser waren am Ende der Runde leer. 34 Grad. Durch den 18. Platz sicherte sich Vinzent einen Startplatz am Sontag im Zwei-Tee-Start von Tee 1 um 8.20 Uhr. Da hatte es schon 29 Grad. Es war ein Tag, der alles hatte. Leider kamen die Abschläge nicht wie erhofft und die Putts blieben am Loch liegen, aber Vinzent rettete sich durch gute Annäherungen den Score. Am Himmel zogen dunkle Wolken auf, es grollte und alle blickten im Minutentakt gen Himmel. Bahn 18, Par 5, Laydown vor dem Wassergraben, der das Grün eindrucksvoll beschützt, so weit, so gut. Noch ein Schlag aufs Grün, zwei Putts, Ende – so der Plan. Realität: ein Sirenensignal brachte die sofortige Spielunterbrechung und die Referees sorgten für die unverzügliche Evakuierung aller Spielerinnen und Spieler.
Drei Stunden Unterbrechung. Auf einer Anlage, auf der eben noch konzentriert gespielt wurde, standen plötzlich 60 Kinder und ihre Eltern unter Dach und hatten nichts mehr zu tun. Drei Stunden sind in diesem Alter sind eine Ewigkeit. Der BGV schreibt: „Erst die Hitze, dann das Gewitter, dazwischen 60 Kinder, die nicht mehr still sitzen konnten.“
Nach drei Stunden ging es wieder raus – und die Kinder standen an den zuvor markierten Stellen und warteten weitere 15 Minuten, bis das Spiel wieder freigegeben wurde. Am Ende war es der Schlag hinten ins Grün, die Annäherung und ein Putt – Ziel erreicht: 84 Schläge.
In diesem starken Umfeld von fast 50 Teilnehmern landete Vinzent auf Rang 16 und unterspielte sein Handicap an beiden Tagen. Fremder Platz, Zählspiel über 36 Loch, hintere Abschläge. Eine tolle Erfahrung für uns alle!
An dieser Stelle sei Julien für das tolle Training und Trevor für den „Quick-Tipp“ kurz vor dem Turnier gedankt!
Herzlichen Glückwunsch Vinzent!
Lesen Sie HIER den Artikel des Bayerischen Golfverband!






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