
Der Deutsche Golfverband bekommt im kommenden Jahr eine neue Spitze. Bernhard May, Präsident des Golf Club Würzburg, hat seine Kandidatur für das Amt des DGV Präsidenten bekannt gegeben. Gewählt wird beim Verbandstag am 24. April 2027.
Wechsel an der Spitze des DGV
Claus M. Kobold wird nach zwölf Jahren im Amt nicht erneut kandidieren. Er führt den DGV seit 2015 und wurde 2023 für eine dritte Amtszeit bestätigt. In diese Zeit fallen wachsende Spielerzahlen in Deutschland, wirtschaftliche Herausforderungen für die Golfanlagen und eine gemeinsame Nachhaltigkeitsstrategie des deutschen Golfsports. Auch der Stellvertretende Präsident Achim Battermann, der den Verband seit 2015 wirtschaftlich und organisatorisch geprägt hat, beendet seine Amtszeit. Für seine Nachfolge kandidiert Michael Marbler, Präsident des Baden-Württembergischen Golfverbandes.
Einstimmiges Vertrauen des Länderrats
Den Entschluss zur Kandidatur hat Bernhard May gefasst, nachdem er in den vergangenen Monaten immer wieder von verschiedenen Seiten dazu aufgefordert worden war. Bei der jüngsten Sitzung des DGV Länderrats hat er sich und seine Vorstellungen präsentiert. Das Gremium, in dem alle deutschen Landesgolfverbände vertreten sind, sagte ihm anschließend einstimmig seine Unterstützung zu. „Für dieses außergewöhnliche Vertrauen bin ich sehr dankbar. Es hat mich in meiner Entscheidung bestärkt“, so May.
Golf aus allen Blickwinkeln
Bernhard May kennt den Golfsport seit seiner Kindheit, als Spieler ebenso wie als Verantwortungsträger. Seit 2017 ist er Präsident des Golf Club Würzburg. Als Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer der Golfplatz Würzburg GmbH kennt er die wirtschaftlichen und operativen Herausforderungen einer Golfanlage aus eigener Erfahrung. Seit 2023 ist er Vizepräsident des DGV, seit 2024 zudem Präsident der Leading Golf Clubs of Germany. Dieses Amt würde er im Falle seiner Wahl zum DGV Präsidenten niederlegen.
Hinzu kommt ein über Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk in der Golfbranche, unter anderem durch seine Mitgliedschaften in der PGA of Germany, im Golf Management Verband Deutschland und im Bundesverband Golfanlagen.
„Clubführung, Anlagenbetrieb und Verbandsarbeit: Diese Verbindung prägt meinen Blick“, erklärt May. „Ich weiß, was unsere Clubs täglich leisten, vor welchen Herausforderungen sie stehen und was sie von ihrem Dachverband brauchen.“
Der Verband als „Ermöglicher“
Sein Verständnis von Verbandsarbeit fasst Bernhard May klar zusammen: Ein starker Verband solle nicht als Regulierer auftreten, sondern vor allem als Ermöglicher. Er gebe Orientierung, schaffe gute Rahmenbedingungen und vertrete den Golfsport selbstbewusst in Sport, Politik und Gesellschaft. Die entscheidende Verantwortung solle dort bleiben, wo Golf gelebt wird: in den Clubs und in den Landesverbänden.
Als zentrale Zukunftsfragen nennt er:
· Wie gewinnen wir mehr Menschen für Golf und begeistern sie dauerhaft, besonders Frauen und jüngere Generationen?
· Wie wird Golf auch digital einfacher und zugänglicher?
· Wie zeigen wir noch besser, was Golfanlagen für Natur und Umwelt leisten?
· Wie stärken wir Spitzen- und Breitensport gleichermaßen?
· Wie wird der Verband moderner, transparenter und als Dienstleister für seine Clubs noch besser?
„Antworten darauf finden wir vor allem im Dialog und in Kooperation mit Clubs, Landesgolfverbänden und Partnern“, sagt May. „Ich freue mich auf viele Begegnungen und Gespräche auf dem Weg zum Verbandstag und darüber hinaus.“
Ein Würzburger für den deutschen Golfsport
Für den Golf Club Würzburg ist die Kandidatur seines Präsidenten eine besondere Anerkennung. Sie zeigt, dass die Erfahrungen aus unserem Club auch auf nationaler Ebene Gewicht haben. Präsidium und Team wünschen Bernhard May für die kommenden Monate viel Erfolg und drücken ihm für den Verbandstag am 24. April 2027 fest die Daumen.


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