Zum Auftakt der AK30-Saison ging es 2,5 Stunden südwärts – ins bayerische Rohrenfeld, wo der Wittelsbacher Golfclub auf 67 Hektar Donauauen seit 1986 einen Platz betreibt, der schon achtmal Austragungsort der Deutschen Amateurmeisterschaften war. Das historische Gut, einst königliches Gestüt, beherbergt heute eine Anlage, die man gesehen haben muss: 200 Jahre alter Baumbestand, breite Alleen, ein Clubhaus, das seinem Anspruch gerecht wird – und ein Pflegezustand, der keine Wünsche offen lässt. Nach einem langen Winter weiß man so etwas besonders zu schätzen.

Viele Spieler hatten Urlaub genommen oder waren früh angereist, um den halben Tag noch im Homeoffice zu verbringen – morgens Manager, mittags Golfer. Diese Haltung beschreibt den Spirit dieser Mannschaft besser als jedes Ergebnis.

Das Wetter spielte mit: strahlender Sonnenschein, ideale Bedingungen. Der Platz selbst forderte: lange, enge Bahnen mit altem Baumbestand, der jeden Fehler konsequent bestraft. Ein fairer, aber unnachgiebiger Prüfer für das Debüt in der ersten Liga.

Das Ergebnis war bitter. Platz 4 mit 40 über CR – einen einzigen Schlag hinter den Plätzen 2 und 3, die jeweils 39 über CR spielten. Näher geht kaum, und doch zählt am Ende nur die Spalte. Bestes Einzelergebnis erzielte Philipp Johne mit einer 77 (+4). Die Mannschaft nimmt trotzdem einiges mit: das Niveau ist da, die Richtung stimmt. Von jetzt an geht es nur noch aufwärts.

Weiter geht es am 12. Juni in Klingenburg. Ein herzlicher Dank gilt dem Wittelsbacher Golfclub für die Gastfreundschaft und einen Spieltag, der Lust auf mehr macht.

Tim Hillerbrand
Captain AK 30